Der Ablauf einer Promotion

Voraussetzung: Voraussetzung für den Antritt einer Promotion ist zunächst ein guter bis sehr guter Abschluss (Master, Magister, Diplom, Staatsexamen). Wer eine Promotion im Ausland anstrebt, sollte zudem darauf achten, seinen deutschen Abschluss im Promotionsland gegebenenfalls anerkennen zu lassen.

Zunächst geht es darum einen geeigneten Promotionsplatz zu finden, dabei sollte man entscheiden, welche Art Promotion angestrebt werden soll: Eine Individualpromotion mit einem Doktorvater/Doktormutter oder eine strukturierte Promotion innerhalb einer Einrichtung wie z.B. einem Graduiertenkolleg/Graduiertenschule.

1) Die strukturierte Promotion ähnelt sehr einem klassischen Universitätsstudium, neben der Anfertigung der Dissertation müssen weitere Veranstaltungen besucht werden.

Ist ein Doktorvater/Doktormutter gefunden muss ein Antrag auf Annahme beim zuständigen Fachbereich oder Promotionsausschuss gestellt werden.

2) Bei der strukturierten Promotion gilt es zum Promotionsstudium zugelassen zu werden, dieses regelt meistens das Studiensekretariat. Bei der Individual-Promotion ist die Einschreibung als Promotionsstudent nicht bei allen Fachbereichen üblich, dies hängt von der Promotionsordnung des jeweiligen Fachbereichs ab.

Wurde man als Doktorand angenommen, kann man mit der Dissertation beginnen. Mit der Abgabe der Dissertation wird das Promotionsverfahren eröffnet. Die Arbeit wird einmal durch den Doktorvater/Doktormutter und nochmals durch einen Zweitprüfer begutachtetet. Danach erfolgt die mündliche Prüfung, die sich von Fakultät zu Fakultät unterscheidet. Einmal gibt es das Rigorosum, eine mündliche Prüfung über das Studienfach des Doktoranden und einmal die Disputation, ein wissenschaftliches Streitgespräch über die Thesen der Dissertation.

Nach der Imprimatur, der sogenannten Feststellung der Druckreife, kann die Dissertation in von der jeweiligen Promotionsordnung verlangten Form veröffentlicht werden. Schließlich endet die Promotion mit der erfolgreichen Publizierung der Dissertation und der Verleihung der Promotionsurkunde. Ab diesem Zeitpunkt darf der Doktorand ganz offiziell seinen Titel führen.

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